Das Beste vom Sommer

Auf Entdeckungsreise durch den Naturlehrweg Seebachsee

© NPHT/ Rosa Sonnberger

Letzte Woche besuchte uns ein bekanntes Gesicht im Nationalpark Hohe Tauern: Bloggerin Carry von carry.on.me erkundete bereits letztes Jahr gemeinsam mit Michaela Kirchgasser die Kärntner Seite des Nationalparks. Diesen Sommer zog es Carry in den Salzburger Teil der Hohen Tauern, wo sie mit der Lila liebt Grün Redakteurin Rosa und Rangerin Mariella zum Seebachsee wanderte. 

Hier hat Wildnis Platz sich zu entfalten

Der Seebachsee liegt auf der Sonnenseite des Obersulzbachtales in Neukirchen am Großvenediger. Der in etwa 13 Hektar große Bergsee befindet sich auf einer Höhe von 2.083 Metern in der Außenzone des Nationalpark Hohe Tauern. Das Besondere an dem vom Gletscher geformten Trogtal ist der Anteil am „Wildnisgebiet Sulzbachtäler“. Es ist das zweite seiner Art in Österreich und seit 2017 unter besonderen Schutz gestellt. Eine Fläche von 6.728 Hektar ist von natürlichen Prozessen geprägt und frei von menschlichen Eingriffen. 

© NPHT/ R. Sonnberger

Bergwaldzauber

Die Wandergruppe startete den Seebachweg im wunderschönen Bergwald mit einem steilen Wanderweg. Ein besonderes Highlight des Waldes ist die Jahrtausend alte Fichte mit unzähligen verzweigten Ästen. Am flacheren Teil des Wanderwegs, betraten Carry und ihre Begleiter den Bereich der „Munau“. Dieser zählt zu den vielfältigsten und buntesten Lebensräumen des Nationalpark Hohe Tauern. Vor allem im Hochsommer erstrahlt hier alles in einer wunderschönen Blumenpracht. Entlang des Weges entdeckte Rangerin Mariella zahlreiche „Mossbee“ (Heidelbeeren), Himbeeren und auch die ersten „Grangen“ (Preiselbeeren) der Saison. Beeren dürfen im Nationalpark Hohe Tauern übrigens gepflückt werden, allerdings nur um sie selbst zu vernaschen – das konnte sich Carry natürlich auch nicht entgehen lassen. 

© NPHT/ R. Sonnberger

Eine Glückskuh für die Herde

An den Waldrand grenzt ein offenes Almgelände, wo ein kleiner Pfad über die eine wunderschöne Almwiese in Richtung Seebachsee führt. Breits nach ein paar Schritten hört man den rauschenden Gebirgsbach, der dem Seebachsee entspring und in einem langen Schleierwasserfall das Tal hinunter rauscht. In Mitten der rotbraunen Pinzgauer Kuhherde, hat sich eine schwarze Kuh versteckt. Und das hat im Pinzgau eine ganz besondere Bedeutung: Die schwarze Kuh soll Glück und einen unfallfreien Sommer bescheren. 

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Malerischer Gebirgssee

Der malerische Seebachsee liegt in mitten des Bergkaares und spiegelt in seinem klaren und ruhigen Wasser seine Umgebung. Ein Anblick, für den es sich lohnt, zwei Stunden hoch zuwandern. Die märchenhafte Umgebung lädt zu einer Jause am Ufer mit der wohlverdienter Schoki ein. 

© NPHT/ R. Sonnberger

Naturschutz bei jeder Wanderung

Natürlich ist auch bei der Jause auf der Alm Naturschutz unverzichtbar: Daher sollte sämtlicher Müll auch wieder mit ins Tal genommen oder auf der Alm entsprechend entsorgt werden. Denn bis beispielsweise eine Bananenschale verrottet dauert es bis zu drei Jahre. Zigaretten verschmutzen sogar bis zu 60 Liter Grundwasser und es dauert bis zu 7 Jahre bis sie vollständig verrottet sind. Rangerin Mariella zeigt auch die Wichtigkeit von markierten Wanderwegen auf, damit Pflanzen und Samen nicht zerstört werden. Einige Pflanzen und Pilze sind geschützt, weshalb es wichtig ist, sich vorab zu informieren wie viele gepflückt werden dürfen. Am besten schützt man allerdings die Umwelt, wenn man die freie Natur bestaunt und sie nur am Foto mitnimmt. 

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