Leben auf der Alm

Bergmähder

Tradition auf der Alm
Echte Kraftarbeit und höchste Konzentration fordert das Mähen der Hänge im Nationalpark Hohe Tauern. Wo Mähtraktoren aufgrund des starken Gefälles nicht mehr fahren können, ist Menschenhand gefragt, denn egal wie steil, die Wiesen und Weideflächen müssen natürlich gepflegt werden.

Die steilen Hänge in den Bergen werden als „Bergmähder“ oder „Mahdalm“ bezeichnet. Zwar können die Wiesen nicht als Weidefläche genützt werden, dennoch sind sie für die Almwirtschaft nicht wegzudenken. Die riesigen Mengen Gräser und Kräuter werden von den Bauern als zusätzliches Heu für die Fütterung der Tiere verwendet.

© NPHT/Gregor Aßlaber

Der Mähvorgang wird als „Mahd“ oder „Bergmahd“ bezeichnet. Früher war es ein waghalsiges Abenteuer und musste bei jedem Wind und Wetter gemacht werden, mit Sensen und sogenannten Fußeisen (benagelten Holzschuhen) ausgestattet. Mittlerweile wird diese Arbeit oft mithilfe von Mähmaschinen erledigt.

Für Albert, der im Tiroler Teil des Nationalpark Hohe Tauern die Bergmahd erledigt, ist es Entspannung und Arbeit zugleich. Zwar ist es vor allem bei den warmen Temperaturen sehr anstrengend, dennoch will er die Tradition nicht missen. Außerdem ist es auch für die Umwelt und die Sicherheit ein wichtiges Thema, da die Gefahr von Lawinen im Winter auf ungemähten Wiesen höher ist.